Raumverhältnisse optimal nutzen



Kunde: Cafe Wiedemann Fürstenfeldbruck
Ladenfläche: 75 qm
Umsetzung: Juni 2012

Die Zukunft neu gestalten

Optimal die Raumverhältnisse nutzen, gleichzeitig aber auch die Ware bestens präsentieren. Das waren die Ansprüche von Johann und Martin Wiedemann beim Ladenumbau. „Ziel erreicht", sagen beide. Gemeinsam mit dem Kulmbacher Ladeneinrichter Schrutka-Peukert und dessen einzigartiger KUBUS-Theke wurde dies geschafft. Die Optik des neuen Ladens, aber auch die gestiegenen Umsätze unterstreichen die Aussagen der beiden Konditormeister. Nach rund 30 Jahren war es für Vater und Sohn Wiedemann an der Zeit, dem Laden ein neues Gesicht zu geben. „Unser alter Laden war aus Mahagoni massiv", blickt der Senior zurück. Technisch seien Theke und Funktionsmöbel zwar noch in Ordnung gewesen, doch der Laden selbst hat nicht mehr in die Zeit gepasst. Johann Wiedemann sagt dies ganz nüchtern und sachlich, will dabei nicht auf die „gute alte Zeit zurückblicken. Die Aufgabe für ihn und seinen Sohn - beide Konditormeister – war, die Zukunft zu gestalten. Beide spüren die enormen Veränderungen im Markt. Kuchen und Torten werden vielfach im Lebensmittelhandel oder sogar bei Lebensmitteldiscountern gekauft. „Da muss sich das Konditorenfachgeschäft neu aufstellen", sagen beide übereinstimmend „und wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“.

„Unser alter Laden war aus Mahagoni massiv. Technisch sind Theke und Funktionsmöbel zwar noch in Ordnung, doch der Laden selbst hat nicht mehr in die Zeit gepasst."

Johann Wiedemann

Inhaber Cafe Wiedemann

Gesagt, getan! Die Veränderungen beginnen bereits in der Backstube. Hier ist vornehmlich Martin Wiedemann tätig. Convenienceprodukte sind bei ihm nicht zu finden. Verwendet wird nur Butter. Beim Eis haben sich die Wiedemanns Wissen von italienischen Kollegen geholt. Torten, Kuchen und Feingebäck werden täglich frisch produziert. Die hohe fachliche Kompetenz und Produktqualität muss präsentiert werden. Der Umbau des Ladens hatte genau dieses Ziel. Der weitaus größte Teil des Umsatzes wird bisher im Cafe mit Sitzplätzen innen und auf der Terasse gemacht. Der Eingangsbereich des Cafés integriert den Ladenbereich. Die Theke soll Cafégästen und Laufkundschaft gleichermaßen zu Wiedemann führen. Die Herausforderung des Ladenbaus war, den Thekenbereich, der bisher durch eine geschwungene Rückwand räumlich sehr eingeschränkt war, zu optimieren. Martin Wiedemann: "Wir hatten hier eine gerade Theke, die nicht gut in den Raum passte." Als einziger Ladenbauer konnte Schrutka-Peukert eine Lösung präsentieren. Die Wiedemanns wollten eine Tischtheke. Jedoch sollte sie auch gut in den Raum passen. Schrutka-Peukert bietet seine bekannte KUBUS-Theke auch in geschwungener Grundrissform an. So wird der Raum optimal genutzt. Bei langen Thekenbauten dient "der Schwung" auch zur optischen Teilung der Theke und der Kundenlenkung.

Die räumlichen Verhältnisse ideal nutzen

Tortenvielfalt durch mehr Thekenfläche

In der Konditorei Wiedemann können mit KUBUS rund die räumlichen Verhältnisse ideal genutzt werden. "Wir haben somit schon mal mehr Thekenfläche zur Verfügung", erklärt Johann Wiedemann. Die Kuchen- und Tortenvielfalt lässt sich viel besser präsentieren. Die eintretenden Kunden haben bereits von der Tür aus den kompletten Überblick über die Ware in der Theke. Die gesamte Theke ist als Kühltheke konzipiert. Ergänzt wird sie durch ein Modul für den Eisverkauf. Es ist ebenfalls im KUBUS-Stil gehalten. Durch aufschiebbare bodentiefe Fensterelemente ist der Eisbereich zusätzlich direkt von der Straße aus zugänglich und gut einsehbar.

"Gerade für den Impuls- und Lustkäufer ist dies wichtig", argumentiert Johann Wiedemann. Impulskäufer sollen an die Torten- und Kuchentheke gelockt werden. Die Warenpräsenation in der KUBUS-Theke erschließt sich übersichtlich. Nahezu das gesamte Sortiment der Konditorei wird hier in der Theke präsentiert. „Wir haben bewusst auf Regalsysteme an der Rückwand verzichtet", erklärt Johann Wiedemann. Denn Handelsware hat der Konditormeister schon lange im Sortiment reduziert. Was präsentiert wird, sind neben Kaffee vor allem Produkte aus der eigenen Backstube. „Und dies wollen wir nahe am Kunden", fügt er hinzu und verweist auf die tollen Präsentationsmöglichkeiten in der KUBUS-Theke.

Die Präsentation stimmt also. Doch stimmen auch die Arbeitsabläufe hinter der Theke? „Für uns natürlich ebenso wichtig", bringt es Martin Wiedemann auf den Punkt. "Die Kunden vor der Theke und die Gäste im Café wollen nicht nur kompetent, sondern auch schnell bedient werden." Schrutka-Peukert als branchenkundiger Ladenbauer weiß das. Deshalb sind die Thekenrückseiten vor allem auf Funktionalität ausgelegt. "Alles ist aufgeräumt und schnell griffbereit", zeigt Johann Wiedemann auf die Papier- und Deckelablagen, die an der Thekenrückseite eingehängt sind. Um Torten und Kuchen sicher und sauber schneiden zu können, ist die Arbeitsplatte hinter der Präsentationsfläche entsprechend breit. „Das Besondere sind jedoch die Ausschnitte in der Arbeitsplatte", erklärt Martin Wiedemann. Denn so wird es den Mitarbeitern erlaubt, trotz der tiefen Arbeitsplatte gut in die Theke greifen zu können. Eine Idee, die Schrutka-Peukert gemeinsam mit Familie Wiedemann umgesetzt hat. Funktionalität ist aber auch an den rückwärtigen Ladenmöbeln zu erkennen. Viele der Schubladen sind halb offen, das heißt man weiß genau was drin ist. Selbsteinziehende Züge an den Schubladen sind genauso eine Selbstverständlichkeit, wie optimal platzierte Müllbehälter oder die Durchreiche zur rückwärtigen Küche.

„Viele kleine Details bei Planung und Einrichtung haben die Abläufe hinter der Theke wesentlich verbessert".

Martin Wiedemann

Inhaber Cafe Wiedemann

Hinter der Eistheke sind in den rückwärtigen Funktionsmöbeln sowohl Lagerbehälter für verschiedene Zutaten integriert, wie auch eine gekühlte Saladette. In dieser werden ebenfalls Zutaten für die Eisveredelung gelagert und sind gleich griffbereit. „Das ist Frontcooking mal anders", scherzt Johann Wiedemann. Gleichzeitig weiß er jedoch, dass die Kunden gerne sehen wie ihr Eisbecher entsteht. „Wir zeigen unsere Kompetenz und schaffen Vertrauen beim Kunden." Eis hat bei Wiedemann eine lange Tradition. 1949 haben die Eltern von Johann Wiedemann das erste Eiscafé in Fürstenfeldbruck gegründet. Heute ist mit dem Konditorei-Café viel mehr daraus geworden. Das alte und immer noch gültige Logo - ein künstlerisch gestatetes W - findet sich auch im neuen Laden wieder. Es ist mit dem Wiedemann-Schriftzug an der Rückwand des Ladenbereichs zu finden. An der Frontseite der KUBUS-Theke ist der Wiedemann-Schriftzug ebenfalls integriert. Im eigentlichen Cafébereich wurde kaum etwas verändert. Nach wie vor wird hier auf Wiener-Kaffeehaus-Atmosphäre gesetzt. Um trotzdem eine Verbindung mit dem neuen Laden herzustellen, ist auch im Cafébereich das Wiedemann-W an eine der Wände angebracht. Direkt im Ladenbereich wurden weitere Sitzplätze geschaffen. In die bodentiefe Fensterfront sind Barhocker und Tresentische integriert. "Das spricht eine ganz neue Zielgruppe, nämlich die jungen Menschen an", verdeutlicht Martin Wiedemann. Aber auch die bisherigen Stammkunden und Gäste sind vom „neuen Wiedemann" begeistert.