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Multisensuale Ladengestaltung

Das Angebot des Bäckerfachgeschäftes hat die Aufgabe auch dem satten Kunden Kaufimpulse zu geben. "Die Leute müssen Lust auf mehr bekommen. Für sie muss schon der Einkauf, aber auch der Verzehr im Laden zum Genuss werden", argumentiert Päsler.

Daraus resultiert das Schlagwort "Einkauf mit allen Sinnen". Oberste Premisse hat dabei die optische Aufmachung. "Die Wertigkeit der Backwaren muss sich auch im Ladenbau widerspiegeln", erklärt Päsler. Das heißt, hochwertige Backwaren in einem hochwertigen, aber nicht pompösen Umfeld zu präsentieren. Eine klare Formensprache der Ladentheke, des Brotregals und der Funktionsmöbel muss interessant hervorgehoben werden. Organische und lebendig wirkende Materialien wie Holz, Edelstahl, Glas und Stein schaffen den Bezug zu natürlichen und biologischen Rohstoffen und dem Sortiment. Allerdings darf die Theke nicht die Auslage dominieren. Die zu verkaufenden Artikel bestimmen die Aufmerksamkeit des Kunden – nicht die Einrichtung.

Der beste Platz im Laden gilt der Ware in der Theke. Hans-Jürgen Päsler: "Das heißt, die Theke muss so platziert werden, dass ihr Sortiment dem Kunden sofort ins Auge sticht." Ein Hauptfaktor für die Sinne ist das Licht. Schattenfreie Ausleuchtung auch der Regale und Rückwände, warme Töne betonen die Backwaren. Passende Lichttöne für Snack und Warmhaltetheke, auch für Sondersortimente wie Eis schaffen Kaufimpulse.

Der Gast- bzw. Sitzbereich muss dagegen weniger stark beleuchtet sein. Durch eine geschickte LED-Technik kann der Raum optisch klar gegliedert werden und sich in Lichtinseln aufteilen. Beispiel wäre große dimmbare Schirmleuchten über Sitzmöbel im Loungecharakter.

Das menschliche Auge wird zum einen durch Licht beeinflusst, zum anderen aber auch durch Farben gelenkt. Warme Erdtöne passen gut zu Backwaren und einem Snack- und Kaffeeangebot. Optische Reize werden durch auffallende Farben - gut wenn sie auch im Corporate Design des Bäckers zu finden sind - geschaffen. Damit wird der Wiedererkennungswert des Fachgeschäftes erhöht.

Geruch als wesentlicher Faktor des Geschmackes wird durch Backen im Laden gefördert. Der Duft von Brötchen, Brot oder sonstigem Gebäck sorgt ebenfalls für Kaufimpulse. Unsere Planung trägt dem Rechnung. Das Ladenbacken spielt hier eine wesentliche Rolle und ist Show für alle Sinne. Die Kunden können so Frische und Kompetenz sehen, aber auch riechen. Deshalb muss der Ladenbackofen mit der benötigten Arbeitsfläche prominent im Laden platziert werden.

Akustische Deckenlösungen dämpfen die Geräusche im Raum, senken den Lärmpegel und tragen zur Wohlfühlatmosphäre bei. Entsprechend ist auch eine abgestimmte Klimatisierung notwendig.

Fühlen heißt nicht zwangsläufig die Backwaren abzutasten - was aus hygienischen Gründen nicht möglich ist. Der Ladenbauer kann durch geschickte Materialauswahl im übertragenen Sinne den Kunden die Wertigkeit der Backwaren spüren lassen. Der Charakter von rustikal und traditionell wirkenden Backwaren wird zum Beispiel durch gebürstete Holzoberflächen verstärkt. Kühl und modern wirkende Edelstahlelemente lassen trendige Gebäcke erspüren.

Im Sinne einer multisensualen Gestaltung eines Ladens und der Ansprache des Kunden, der sich im Geschäft wohlfühlen soll, sind die Faktoren Schönheit, Licht, Geruch, Farbe, Geräusche, Kälte/Wärme der Schlüssel für den Erfolg eines neuen Ladens.

"Ladenbau ist mehr als nur Theke und Funktionsmöbel reinzustellen", zieht Hans-Jürgen Päsler sein Fazit. Eine umfassende Bestandsaufnahme und Analyse sowie eine gemeinsame Konzeptentwicklung zwischen Inhaber und Ladenbauer, alle Sinne anzusprechen, ergeben den perfekten Laden. Schrutka-Peukert ist der richtige Partner dafür.